Schaltjahr: 67 Geburtstage werden heute in Witten kräftig gefeiert…

Für insgesamt 67 Wittenerinnen und Wittener ist der heutige Tag besonders: Sie können heute endlich an ihrem wirklichen Geburtstag feiern.

 

Wenn man mit 72 Jahren seinen 18. Geburtstag feiert ist…? Richtig! Der 29. Februar. Schwupps, sind mal wieder vier Jahre rum und wir befinden uns im Jahr 2024 in einem Schaltjahr, das mit 366 Tagen einen Tag mehr zählt als ein normales Jahr.

Der heutige Tag wird für die meisten wohl genauso vergehen, wie alle anderen Tage, auch wenn er nur jedes vierte Jahr ansteht. Doch für insgesamt 67 Wittenerinnen und Wittener ist der heutige Tag dann doch recht besonders: Sie können heute endlich an ihrem wirklichen Geburtstag feiern und müssen diesmal nicht auf den 28. Februar oder 1. März ausweichen. Offiziell älter werden Schalttag-Kinder übrigens erst am 1. März. Das ist in Deutschland sogar gesetzlich (BGB) geregelt.

Rund 55.000 Deutsche haben laut Statistischem Bundesamt am 29. Februar Geburtstag. Etwa 11.200 Menschen kommen davon aus ganz NRW – und 67 von ihnen aus Witten. Natürlich darf man gespannt sein, ob heute noch welche dazu kommen.

… geheiratet wird heute nicht

Seinen Geburtstag hat man ja nicht in der Hand, aber das Datum für andere Anlässe kann man frei entscheiden. Und da ist der 29. Februar nicht so sehr gefragt – zum Beispiel als Hochzeitstag. Im Wittener Standesamt stehen heute jedenfalls keine Trauungen an. Überhaupt haben sich in diesem Jahrtausend bisher nur 6 Paare in Witten das Ja-Wort an einem 29. Februar gegeben. „Den Hochzeitstag wollen die meisten wohl doch lieber jedes Jahr feiern“, schmunzelt Standesamt-Leiterin Monika Wittrien.

Warum gibt es eigentlich Schaltjahre?

Kurz erklärt: Die Erde ist zu langsam. Sie schafft es in 365 Tagen nicht ganz um die Sonne herum und benötigt dafür genau genommen 365,24 Tage. Jedes Jahr verbummelt sie somit sechs Stunden. Um das auszugleichen, wird alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag zwischengeschaltet. Würde man das unterlassen, dann fiele Weihnachten irgendwann in den Hochsommer.

(29.02.2024 – ez)