Sozialbericht: Zweite Auflage ist Datengrundlage für wichtige Entscheidungen

Für wichtige Entscheidungen der Verwaltung reicht ein Bauchgefühl nicht aus! Deshalb ist der zweite städtische Sozial- und Demografiebericht so wichtig:

 

Zu den sozialen und demografischen Trends seiner Stadt hat man oft ein Bauchgefühl – aber für wichtige Entscheidungen der Verwaltung reicht der Bauch natürlich nicht aus! Deshalb ist der zweite Sozial- und Demografiebericht der Stadt Witten so wichtig: Er bietet einen umfassenden Überblick, und zwar mit fundierten Zahlen. Einen Haufen Daten hat die städtische Statistikstelle dafür über Monate gesammelt und analysiert.

In Auszügen wird der Bericht am 28. Februar im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. In vollem Umfang gibt es ihn natürlich online:

Hier kann man den gesamten Sozial- und Demografiebericht nachlesen.

Das soziale Gefüge in Witten: Altersstruktur, Ethnien, Lebenslagen, Beschäftigung

„Der Bericht hat das Ziel, ein besseres Verständnis für die dynamischen Veränderungen innerhalb unserer Bevölkerung zu schaffen“, sagt Henrike Kanistras von der Wittener Statistikstelle. „Er bietet detaillierte Einblicke in die Altersstruktur, ethnische Zusammensetzung, besondere Lebenslagen, die Beschäftigungssituation und andere relevante Faktoren, die das soziale Gefüge unserer Stadt prägen“, ergänzt ihre Fachkollegin Agatha Neubert.

Bürgermeister Lars König benennt es so: „Der zweite Bericht liefert wertvolle Erkenntnisse, die uns dabei helfen, gezielt auf die sozialen Bedürfnisse unserer Stadt einzugehen und Witten dadurch noch ein Stück lebens- und liebenswerter zu gestalten.“ Für ihn ist der Sozialbericht nicht nur ein wichtiges Gestaltungsinstrument mit Blick nach vorne, sondern er „zeigt auch, dass wir mit unseren Maßnahmen und Programmen vielfach an den richtigen Stellen tätig und erfolgreich sind.“

„Viele der Erkenntnisse aus dem Sozialbericht sind für das Amt für Wohnen und Soziales nicht überraschend und spiegeln die Erfahrungen wider, die wir in der täglichen Arbeit mit den Hilfesuchenden gewinnen“, sagt Amtsleiter Michael Gonas. „Was bisher aber nur als Ahnung bzw. Tendenz wahrgenommen wurde, bekommt durch diesen Bericht eine nachprüfbare Grundlage. Wir freuen uns daher sehr, dass wir unsere Arbeit in Zukunft auf diese Fakten stützen können.“ Zum Beispiel? „Aufsuchende Beratungsangebote für Seniorinnen und Senioren – wie z.B. die Apothekentage oder Beratungen zu Vorsorgevollmachten – finden häufiger in Stockum und Bommern statt, da diese Altersgruppe dort überdurchschnittlich stark vertreten ist“, konkretisiert stellvertretende Amtsleiterin Bettina Salcuni.

Auch im Jugendamt schätzt man den Bericht: „Wir wollen Unterstützung ja zielgerichtet ermöglichen – sei es bei der Entwicklung von Familienzentren, bei der Steuerung des pädagogischen Personals oder im Bereich der kommunalen Schulsozialarbeit“, benennt Amtsleiterin Corinna Lenhardt einige Beispiele. „Dafür gibt uns der Sozialbericht eine sehr gute Datenbasis.“

(21.02.2024 – hk/lk)